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Der Versprecher
Peter Pfennter strebte
stets das Pfaffendasein an. Er wollte Diener Gottes werden. Ein Sklave,
eines von Nietzsche totgesagten, Wesens. Peter Pfennter wollte Leibeigener
eines Geistes werden. Er wollte sein ganzes Leben Gott opfern und dessen
Sohn, Jesus Christoph, bis an sein Lebensende huldigen. Doch Peter Pfennter
hatte noch eine andere psychische Krankheit. Er hatte ewige Versprecher. So
stellte er sich bei Bewerbungsgesprächen, anstatt mit seinem Namen, als
Antichrist vor. Dies senkte natürlich auch die Chancen, bei der katholischen
Kirche Pfarrer zu werden. Und als noch herauskam, dass er heterosexuell war,
konnte er den bizarren Job ganz vergessen.
Nach langen
Überlegungen wurde er dann Radiosprecher bzw. Radioversprecher. Peter
Pfennter wollte ursprünglich eine seriöse, wissenschaftliche Sendung über
Gemüse machen. Er recherchierte stundenlang für seine Sendungen, doch seine
Versprecher machten ihm einen Strich durch seine gut kalkulierte Rechnung.
Sagte er doch stets anstatt Gemüse, Tittenmaus und anstatt Vitamine immer
Schwuchtel. Seine Sendung wurde aber nie abgesetzt, denn sie wurde in
kürzester Zeit die beliebteste Sendung des ganzen Landes. Anfangs war er
darüber schockiert, dass seine Dokus so missinterpretiert wurden, doch
irgendwie musste auch er seine Brötchen verdienen, er war ja sehr verfressen
und Brötchen bekommt man nur gegen Bares und Bares bekam er durch seine
Show.
Peter Pfennter war der
Held einer ganzen pubertierenden Generation. Eine Comedy-Ikone. Aber so
erfolgreich er in seinem Geschäft war, so einsam war er privat.
Peter Pfennter hatte
weder Frau noch Freundin, ebenfalls fehlten auch sonstige soziale Kontakte.
Er war der Vorzeige-Einzelgänger. Ein Außenseiter. Doch auch Peter Pfennter
war verliebt und zwar in seine Nachbarin, Fräulein Schneider.
Fräulein Schneider war
zwar keine Schönheit, aber dafür in nächster Nähe. Er wollte sich langsam
annähern, um ihr Herz zu gewinnen. Sein erster Annäherungsversuch sollte ein
Gruß im Treppenhaus sein. Eigentlich eine leichte Aufgabe, aber für Peter
Pfennter, den notorischen Versprecher, eine Herausforderung, denn sagte er
anstatt „Guten Tag“ immer „fick dich doch“ und statt „Fräulein Schneider“
„ins Knie Frau Schmidt“!
Bei einer Begegnung im
Treppenhaus sollte es geschehen.
„Fick dich doch ins
Knie Frau Schmidt!“ – „Ich heiße Fräulein Schneider sie… äh…sie!“ Fräulein
Schneider war Peter Pfennter verfallen. Peter Pfennter, der das natürlich
nicht wahrnahm wollte sich bei Fräulein Schneider entschuldigen, doch
-Versprecher sei Dank- hielt er um ihre Hand an. Sie stimmte zu und Beide
waren glücklich. Fräulein Schneider gebar viermillionenkommadrei Kinder und
adoptierte auch noch einige Tausende.
Nach fünf herrlichen
Ehe-Jahren starb die komplette Familie bei einem Autounfall. Ja, ja die
Realität ist manchmal ein richtiges Arschloch…
Das Jüngste
Gericht
Wenn ich einmal beim
jüngsten Gericht bin, verklage ich Gott mit Hilfe von Ed Fagan auf
Verletzung meiner Privatsphäre. Mein Ziel ist es ein Urteil zu erringen, das
bestimmt dass er sich mir nur bis auf 400 Meter nähern darf. Dann kann
niemand mehr sagen, dass er überall ist…
Wie ich einmal
versucht habe eine Kurzgeschichte zu schreiben
Vom Tellerwäscher
habe ich die Millionen
„Blöde Sachen zu
verkaufen, blöde Sachen zu verkaufen!“ schreit der kleine, dickliche Mann
auf dem Marktplatz. Es war Sonntag und er wollte etliche blöde Sachen los
werden, welche er schon seit Jahren in seinem Keller gesammelt hatte.
Sein Geschäft lief
gut...
Blöde Sachen
verkaufen? Tellerwäscher? Was habe ich mir dabei gedacht. Ach ja, jetzt weiß
ich’s wieder: „gar nichts“... also ein neuer Versuch
Der Chinese
machte einen Hampelmann und ich war sein Assistent
„Eins und zwei und dlei
und viel und fünf und...“ zählte der überdurchschnittlich charmante Chinese
Shn-E Flogge seine Hampelmännersprünge. Er beherrschte dies wie sonst kein
Anderer! Er sprang und sprang und sprang. Und ich war sein Assistent. Aber
warum zum Teufel assistierte ich ihm? Der braucht doch keine Hilfe! Apropos
Teufel und Hilfe! Kennen sie den:...
Was ist denn bloß
los mit mir? Hampelmänner? Chinese? Und ich ein Assistent?!? Na! Hallo! Noch
mal von Neuem:
Ich lauschte an
der Türe, während der Kakadu leise vor sich hin murmelte
„Urrrrr... Urrr...“
„Schnauze, Kakadu ich
lausche!“
Ui, Ui, Ui das wird
ja immer blöder, also jetzt der letzte Versuch...
Das Diebesgut
versteckte ich im Darm
Ein Auto,
vierundzwanzig gelbe Rosen und ein Buch von Rosamund Pilchner verharrten nun
schon mehr als zwei Stunden in meinem Darm. Ich schmuggle Diebesgut. Damit
macht man heutzutage das große Geschäft!
Aber die Rechnung ging
nicht auf, dafür aber mein Darm...
Ach, das wird nichts
mehr, ich gehe schlafen! Sollen doch andere Kurzgeschichten schreiben!
Nicht lesen!
Diese Geschichte ist giftig!
Er war vielleicht nicht
der unsensibelste Mensch der Welt, vielleicht war er auch nur doof, aber
eines konnte man Franz Hernt nicht vorwerfen: guten Geschmack bzw. soziales
Verhalten zu haben!
Einmal, als Franz Hernt
sich den Aids-Streifen Philadelphia ansah, fing er während einer der
traurigsten Szenen der Vorführung hysterisch an zu lachen und schrie „Haa!
Das einzige positive in seinem Leben ist sein HIV Test!“ Ein anderes Mal
brüllte er bei einem Begräbnis mehrmals lauthals: „Hier regiert der T-O-D!“
Die Trauergemeinde war ziemlich sauer auf den Unruhestifter, fiel er doch
nicht nur mit dem Geschrei, sondern auch mit einer ziemlich unmodischen Hose
unangenehm auf.
Zu Franz Hernts Glück
befand sich unter den Anwesenden auch der diplomierte Psychotherapeut
Eduard-Eduard Kalle, welcher sich sofort um Franz annahm.
„Hey! Sie mit den
komischen Hosen! Bringen sie mir doch mal Champagner!“
Leider war der
Therapeut genauso wenig dicht wie sein neuer Patient oder besser gesagt
Saufkumpan, Franz Hernt.
Nach der ersten Stunde
in der Praxis, oder besser gesagt, als sich die beiden im Puff vollaufen
ließen, fühlten sie sich wie neue Menschen und zwar wie Menschen ohne
Anstand und Gewissen.
Nach zweiwöchiger
„Therapie“ stellte sich heraus, dass Eduard-Eduard Kalle gar kein
Psychotherapeut war. Er war lediglich pensionierter Kinderschänder oder
besser gesagt Ex-Belgier. Franz Hernt störte das kaum. „Jeder Mensch hat nun
mal seine Schwächen“ grunzte er unentwegt, wenn wieder Eduard-Eduards
Vorlieben zur Sprache kamen und das war sicher drei bis vier Mal am Tag der
Fall.
Franz Hernt und
Eduard-Eduard Kalle wurden natürlich immer schon von der Gesellschaft
verachtet, aber seit sie ein Team waren, wurden sie von jedermann gehasst.
Franz Hernt bekam mehr
Mordmails als Spammails und das soll schon was heißen, denn der Irre meldete
sich täglich bei etlichen Spamverteiler an.
Seinem Freund
Eduard-Eduard Kalle erging es auch nicht viel besser. Eduard-Eduard Kalle
bekam täglich mehr Briefbomben als Postwurfsendungen und durch seine
Naivität, welche auf seine Blödheit zurückzuführen war, öffnete er auch noch
jede Briefbombe selber!
Aber auch das war Franz
Hernt und Eduard-Eduard Kalle einerlei, denn sie hatten ja sich und viel
hochprozentigen Alkohol.
Doch dem glücklichen
Ekel-Duo wiederfuhr ein Schicksalsschlag. Ihr Lebenssinn war weg, aber ganz,
denn ihr Idol, der schreckliche Peter, war gestorben.
Peter war gelernter
Kampftrinker. Kickboxend trank er literweise Bier, während seine Fans,
welche auch nicht wenig Bier intus hatten, den trinkenden Boxer grölend
aufforderten seine Gegner zu töten. Natürlich ließ sich Peter immer wieder
überreden und mordete. Doch eines Tages erwürgte sich der Blödgesoffene
selbst. Er wurde von seinem Manager, welcher übrigens auch Frauen managt,
die ihren Körper verkaufen, (Nieren, Lunge... usw.usf.) in der nächsten
Senkgrube „bestattet“.
Franz Hernt und
Eduard-Eduard Kalle folgten ihrem Idol, zwar erwürgten sich die beiden
nicht, aber sie legten sich in die Senkgrube und kuschelten sich an den
toten Kickboxer. Diese bizarre Handlung führte zum Tod der Beiden. Franz
Hernt starb an einem schon 25 Jahre unerkannten sehr bösartigen Kopfkrebs
und Eduard-Eduard Kalle aus Langeweile!

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